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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Ortsgruppe Jena e.V. findest du hier .
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Jena, 21. Juni 2026. Es ist Sonntagabend, 20:00 Uhr. Wenn man jetzt am Ostbad vorbeiläuft, deutet kaum noch etwas darauf hin, dass hier vor wenigen Stunden noch das Wasser kochte und die Lautsprecherboxen im Dauereinsatz waren. Als euer Vorsitzender sitze ich nun mit einer Tasse Tee (und einer leicht ramponierten Stimme) zu Hause und versuche, die letzten 24 Stunden zu ordnen. Es war eine Jubiläums-Edition nach Maß – humorvoll, sportlich und ein bisschen surreal.
Der Aufbau: Hitzeschlacht und Eriks Weitblick
Alles begann am Samstag bei gnadenlosen 34 Grad im Schatten. Während das Aufbauteam unter der Leitung von Erik den roten Pavillon und die Zelte errichtete, lief passenderweise „36 Grad“ von 2-Raumwohnung in der Dauerschleife. Für allgemeines Kopfschütteln und hämische Kommentare sorgte Erik, als er darauf bestand, in den Teilnehmer-Schlafzelten bereits die Zeltheizungen zu installieren. Bei dieser Affenhitze? „Erik, wir wollen schwimmen, nicht saunieren!“, war noch der netteste Kommentar. Doch Erik blieb hart. Tagsüber dienten die Lüfter der Heizungen tatsächlich als lebensrettende Frischluftzufuhr, um die Hitze aus den Zelten zu blasen. Und was soll ich sagen? Als in der tiefsten Nacht das Thermometer kellerte, waren plötzlich alle froh, dass der „Heizungs-Prophet“ sich durchgesetzt hatte.
Kinder-Cup: Kleine Helden im großen Becken
Um 18:30 Uhr starteten wir mit dem Kinder-Cup. Es ist jedes Jahr wieder beeindruckend, wie furchtlos die Kids das 50-Meter-Becken in Angriff nehmen. Unser jüngster Teilnehmer, gerade einmal 5 Jahre alt, kämpfte sich über 1000 Meter – eine Distanz, die ihm erst einmal jemand nachmachen muss! Die Stimmung war prächtig, und die Siegerehrung um 20:30 Uhr war der perfekte Übergang für die „große“ Nacht.
Abiball trifft Chlorwasser: Der Catwalk am Startblock
Ein besonderes Highlight bescherte uns die Nachbarschaft. In unmittelbarer Nähe fand ein Abiball statt. Da viele der Abiturienten eine DLRG-Vergangenheit haben oder einfach wussten, dass bei uns die Musik besser ist als beim offiziellen Buffet, füllte sich der Beckenrand plötzlich mit sehr ungewöhnlichen Gästen. Es war ein Bild für die Götter: Schwimmer in knappen Badehosen direkt neben jungen Damen in eleganten Abendkleidern und Herren im Smoking. Der Startblock wurde kurzzeitig zum Catwalk umfunktioniert. Ein herzlicher Gruß an dieser Stelle an die frischgebackenen Abiturienten – danke für diesen modischen Farbtupfer!
Technik-Nostalgie und die Jean-Michel-Jarre-Stunde
Dank Ivo Lange, unserem 2. Vorsitzenden, hatten wir dieses Jahr eine Profi-Tonanlage mit Mischpult am Start. Leider war das moderne Bluetooth-Modul wohl im Streik, also hieß es: Zurück zu den Wurzeln. Klinke auf Cinch, Laptop dran und mein bewährter Auto-Musik-USB-Stick rein. Da dieser Stick seit über zehn Jahren kein Update gesehen hat, gab es eine Zeitreise pur. Bob Dylan, Led Zeppelin und die Blues Brothers gaben den Takt vor. Über die 15 Stunden Spielzeit hinweg war jeder Song mindestens dreimal zu hören – ich nenne das „akustische Konditionierung“. Und nein, Helene Fischer war NICHT auf dem Stick!
Ein echtes atmosphärisches Highlight war der Spukstundenpokal (0:00 – 1:00 Uhr). Passend zur Geisterstunde wurde die Playlist auf Jean Michel Jarre umgestellt. Synthesizer-Klänge wie im Planetarium schwebten über dem Wasser. In genau dieser Stunde passierte das sportliche Wunder: Ein Langstreckenschwimmer, der eigentlich nur auf der Durchreise von einem Freiwasser-Wettkampf war, sprang „kurz zum Beine ausschütteln“ rein. Sein „Ausschütteln“ endete bei ca. 4.600 Metern in einer Stunde und dem Pokalsieg.
Kulinarik und der Endspurt
Dass niemand verhungerte, verdanken wir unserem fünfköpfigen Küchenteam an der Feldküche. Über 300 Personen wurden versorgt, und die vegetarische Soljanka hat sich als neuer Favorit etabliert. Als um 4:00 Uhr der Good-Morning-Cup begann, belohnte uns der Himmel kurz nach 5:00 Uhr mit einem spektakulären Sonnenaufgang.
Um 8:00 Uhr war Schluss, um 9:00 Uhr die Siegerehrung beendet und dann geschah das nächste Wunder:
Der Abbau. In einer Geschwindigkeit, die jedem Formel-1-Boxenstopp Konkurrenz gemacht hätte, verschwand unser Equipment. Pünktlich um 10:00 Uhr war das Ostbad wieder bereit für den regulären Badebetrieb, als wäre die Nacht nur ein schöner Traum gewesen.
Danke an alle, die dabei waren. Ihr seid der Grund, warum wir das seit 21 Jahren machen!
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